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Veranstaltungskalender

Geplante Events und laufende Ausstellungen

9. März 2019
15:00 Uhr
KMCo KMCo KMCo

Freundeskreis Karl May Berlin—Brandenburg e. V.

Die Karl-May-Szene und die Stasi

und

Neues zu KARL MAY & Co.

Freundeskreis-Veranstaltung (54)
Vereinslogo

Vortrag: Nicolas Finke/Rolf Dernen

Informationen: Die Stasi hatte die Karl-May-Szene der DDR fest im Griff: In den bei­den Mu­se­en in Ra­de­beul und Ho­hen­stein-​Ernst­thal be­rich­te­ten bis zur Wen­de In­of­fi­ziel­le Mit­ar­bei­ter (IM) an das MfS. Be­son­ders traf es Ra­de­beuls Karl-​May-​Mek­ka: Hier warb die Staats­si­cher­heits­dienst be­reits 1962 den Lei­ter des „In­dia­ner-​Mu­se­ums der Karl-​May-​Stif­tung“, Paul Sie­bert, als Ge­hei­men In­for­ma­tor an und rich­te­te spä­ter in der Vil­la Bä­ren­fett ei­ne Kon­spi­ra­ti­ve Woh­nung ein. Nach der An­wer­bung stieg Sie­bert zum Ge­hei­men Haupt­in­for­ma­tor (GHI) auf und ar­bei­te­te mehr als 20 Jah­re mit dem DDR-​Spit­zel­ap­pa­rat zu­sam­men. So gin­gen jah­re­lang Sta­si-​Mit­ar­bei­ter im be­rühm­ten Ra­de­beu­ler Wild-​West-​Block­haus ein und aus, und Sie­bert steu­er­te aus dem Gar­ten von Karl Mays letz­tem Wohn­haus als GHI zeit­wei­se bis zu acht In­of­fi­ziel­le Mit­ar­bei­ter des Staats­si­cher­heits­ap­pa­ra­tes der DDR. Ei­ne Kon­spi­ra­ti­ve Woh­nung rich­te­te das MfS 1987 auch in der Vil­la „Shat­ter­hand.“ ein und in­stal­lier­te mit Falk Klin­nert ei­nen IM in der Lei­tung des Mu­se­ums, wo man auch nach Sie­berts Aus­schei­den eng mit den Schlapp­hü­ten zu­sam­men­ar­bei­te­te, wie Un­ter­la­gen aus der Jahn-​Be­hör­de (BStU) do­ku­men­tie­ren.

Der Vortrag fasst den aktuellen Forschungsstand zum Thema zusammen und folgt da­mit weg­wei­sen­den Pub­li­ka­tio­nen der May-​For­scher Dr. Hai­ner Plaul und Dr. Chris­ti­an Heermann, an deren Erkenntnisse kürzlich ein mehrteiliger Beitrag in der Zeitschrift „KARL MAY & Co. – Das Karl-May-Magazin“ von Nicolas Finke anknüpfte. So finden im Vortrag auch Dokumente Berücksichtigung, die bis zur Ar­ti­kel­rei­he in KARL MAY & Co. un­be­kannt wa­ren.

Ergänzt wird der Vortrag von einer Präsentation der neuen Ausgabe der Zeit­schrift KARL MAY & Co. durch den ver­ant­wort­li­chen Re­dak­teur Rolf Der­nen (Bonn), der Ein­blick in die Re­dak­tions­ar­beit gibt und von ak­tu­el­len Pro­jek­ten des Ma­ga­zins be­rich­tet.

Ort: Arminiusmarkthalle → Zunftwirtschaft | Arminiusstraße 2—4 | 10551 Berlin-​Moabit (gegenüber vom Bezirksamt Mitte, Nähe U-Bahnhof Turmstraße (ca. 200 Meter), erreichbar auch mit den Buslinien 101, 123, 187, 227, 340 und 341 → Stadtplanausschnitt

Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen!

Eintritt: frei

4. Mai 2019
15:00 Uhr
Vortrag50

Freundeskreis Karl May Berlin—Brandenburg e. V.

»Buffalo Bill kenne ich persönlich«

Karl May zwischen Fiktion und Realität
Freundeskreis-Veranstaltung (55)
Vereinslogo

Vortrag: René Grießbach

Informationen: „Buffalo Bill kenne ich persönlich“ — mit dieser Nach­richt über­rascht Karl May in den 1890er-​Jah­ren ei­nen sei­ner Le­ser in ei­nem Brief. Ver­gleich­ba­re Aus­sa­gen wird er in die­ser Zeit auch bei an­de­ren Ge­le­gen­hei­ten ma­chen. Die Mög­lich­keit der Be­kannt­schaft der bei­den Män­ner be­steht durch­aus, schließ­lich kam Buf­fa­lo Bill mit sei­ner Wild-​West-​Show auch nach Deutsch­land. Was ist al­so dran an der Aus­sa­ge von Karl May? Kann­te er Buf­fa­lo Bill tat­säch­lich? Und wel­chen Ein­fluss hat­te Buf­fa­lo Bill auf das Werk Karl Mays?

Ort: Arminiusmarkthalle → Zunftwirtschaft | Arminiusstraße 2—4 | 10551 Berlin-​Moabit (gegenüber vom Bezirksamt Mitte, Nähe U-Bahnhof Turmstraße (ca. 200 Meter), erreichbar auch mit den Buslinien 101, 123, 187, 227, 340 und 341 → Stadtplanausschnitt

Auch Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen!

Eintritt: frei

2. August 2019 bis 5. Januar 2020
SchwulesMuseum

Gotisches Haus

Theodor Fontane und Karl May

Veranstalter-Informationen: Theodor Fontane und Karl May, märkische Alleen und Prä­rie – wie passt das zu­sam­men? Je­der von uns ist mit dem tra­gi­schen Schick­sal von »Ef­fi Briest« ver­traut; un­ge­zähl­te Trä­nen ver­gos­sen wir bei Win­ne­tous Ro­man- oder Lein­wand­tod. Doch was ha­ben bei­de Au­to­ren au­ßer dem stra­pa­ziö­sen Schrift­stel­ler­be­ruf im 19. Jahr­hun­dert und an­hal­ten­dem Best­sel­ler­ruhm ge­mein­sam? Die­ser Fra­ge wid­met sich nun erst­mals ei­ne Aus­stel­lung. Der Preu­ße Fon­ta­ne schrieb über die mär­ki­schen Quit­zows im 15. Jahr­hun­dert, ver­fass­te ein be­rühm­tes Ge­dicht über Leo­pold von An­halt-​Des­sau, er­zähl­te in »Schach von Wut­he­now« und »Vor dem Sturm« über die Na­po­leon­zeit oder in opu­len­ten Sach­bü­chern über die deut­schen Ein­heits­krie­ge zwi­schen 1864 und 1870/71. Schließ­lich lässt er ei­nen sei­ner Ro­man­hel­den so­gar ins ame­ri­ka­ni­sche Fel­sen­ge­bir­ge flie­hen. Denn viel­sei­tig wa­ren sie bei­de: Der Sach­se Karl May ver­fass­te nicht nur rei­ßen­de Wild­west­mär­chen oder aqua­ri­en­bun­te Orient­aben­teu­er, son­dern auch den Rit­ter­ro­man »Der bei­den Quit­zows letz­te Fahr­ten« oder Hu­mo­res­ken um den »Al­ten Des­sau­er«. In »Die Lie­be des Ula­nen« ver­folgt er auf über 2000 (!) Sei­ten die Schick­sa­le ei­ner preu­ßi­schen Of­fi­ziers­fa­mi­lie in Lie­be und Krieg zwi­schen 1814 und 1871. Die Aus­stel­lung ver­gleicht die Sicht der Au­to­ren auf ent­schei­den­de Etap­pen bran­den­bur­gisch-​preu­ßi­scher His­to­rie im Kon­text eu­ro­pä­ischer Kul­tur­ge­schich­te. Selbst bio­gra­fi­sche As­pek­te wie bei­der Ehe­pro­ble­me und de­ren Re­fle­xion kom­men da­bei nicht zu kurz. Ne­ben Ori­gi­nal­aus­ga­ben ver­tie­fen auf­wen­dig ge­stal­te­te Dio­ra­men und Ge­mäl­de, his­to­ri­sche Waf­fen, Fah­nen und Uni­for­men das An­lie­gen der Prä­sen­ta­tion. Brei­ter Raum wird der Re­zep­tion der bei Fon­ta­ne und May be­schrie­be­nen Er­eig­nis­se auf Sam­mel­bil­dern, in UFA-​Fil­men oder DE­FA-​Pro­duk­tio­nen ge­währt. Und nicht zu­letzt wird das Ge­heim­nis ge­lüf­tet, wie der Kult­co­mic MO­SA­IK Fon­ta­ne und May zu­sam­men­füh­rte …

Ort: Gotisches Haus | Breite Straße 32 | 13597 Berlin-Spandau

Öffnungszeiten: Di—Sa 10 bis 18 Uhr; So 12 bis 18 Uhr;
Mo geschlossen

Eintritt: frei